Kinderbetreuung im Kanton Zürich: Stetiger Ausbau des Angebots

13.07.2012 - Medienmitteilung

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Im letzten Jahr hat die Zahl der Betreuungsplätze in Krippen, Horten, Tagesfamilien und an Mittagstischen erneut zugenommen. Neu werden im Kanton Zürich auf 25‘600 Plätzen 35‘300 Kinder familien- und schulergänzend betreut. 2011 wurden 1‘800 Plätze (+ acht Prozent) mehr gezählt als im Vorjahr. Die Anzahl der betreuten Kinder stieg um über fünf Prozent. Zwei Drittel aller Zürcher Gemeinden haben heute auch ein Angebot im Vorschulbereich.

Seit neun Jahren misst der Kinderbetreuungsindex das Angebot der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung in den Zürcher Gemeinden. Erhoben werden die Zahl der Plätze in Betreuungseinrichtungen wie Krippen, Horten, Mittagstischen oder bei Tagesfamilien sowie die Finanzierung dieser Institutionen durch die öffentliche Hand.

2011 zählte der Kanton Zürich total 25’600 Kinderbetreuungsplätze. Das sind 1800 oder knapp acht Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Zunahme fiel höher aus als im Vorjahr. Die Zahl der betreuten Kinder stieg ebenfalls um 1‘800 auf 35'300; das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vorschulbereich teilen sich drei Kinder zwei Betreuungsplätze, das heisst, meistens geht ein Kind an zwei oder drei Tagen in eine Krippe.

Stetiges Wachstum seit 2005

Ein Vergleich der Zahlen der vergangenen Jahre zeigt für den Kanton Zürich ein stabiles Wachstum des familienergänzenden Kinderbetreuungsangebots: Seit 2005 hat die Zahl der Betreuungsplätze in Krippen, Horten, Tagesfamilien und an Mittagstischen um über 60 Prozent zugenommen. Die Anzahl betreuter Kinder ist um über 13‘000 gestiegen. 2005 stand im Kanton Zürich für jedes zwölfte Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Heute kann beinahe jedes siebte Kind zumindest einmal pro Woche familien- und schulergänzend an einem Mittagstisch oder in einer Tagesfamilie betreut werden.

(Grafik siehe Anhang)

Unterschiede zwischen den Gemeinden

Das familien- und schulergänzende Betreuungsangebot ist ein wichtiger Standortfaktor für berufstätige Eltern. 69 Prozent der Gemeinden bieten für Vorschulkinder familienergänzende Betreuung an, für Schulkinder sind es 90 Prozent der Gemeinden. Die Unterschiede unter den Gemeinden sind erheblich. Je mehr Kinder in einer Gemeinde wohnen, desto eher wird eine institutionelle Betreuung angeboten. In der Stadt Zürich mit dem grössten Angebot steht beinahe für jedes vierte Kind ein Betreuungsplatz zur Verfügung, in der Stadt Winterthur kann jedes siebte Kind familien- oder schulergänzend betreut werden.

(Grafik siehe Anhang)

Eltern in kleineren Gemeinden ohne institutionelles Angebot organisieren die Betreuung der Kinder eher innerhalb der Familie oder zwischen den ortsansässigen Familien. Immer öfter können sie auch auf ein Angebot in einer umliegenden Gemeinde zurückgreifen.

Subventionen bis 3'800 Franken pro Kind

Unterschiedlich hoch sind auch die Subventionen, mit welchen die Gemeinden Krippen, Horte, Mittagstische und Tagesfamilien mitfinanzieren: Die Spannweite reicht von 0 bis 3'800 Franken pro Kind und Jahr. Über ein Viertel aller Gemeinden gewährt keinerlei finanzielle Unterstützung. Der kantonale Durchschnitt liegt bei 1'230 Franken pro Kind. Das Gesamtvolumen der Subventionen im Kanton Zürich beträgt 253 Millionen Franken pro Jahr. 70 Prozent davon entfallen allein auf die Stadt Zürich.

Nachfrage nach familienergänzender Betreuung ungebrochen

Das Angebot familienergänzender Kinderbetreuung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Angesichts der steigenden Anzahl berufstätiger Eltern ist davon auszugehen, dass auch die Nachfrage nach Betreuungsplätzen weiter zunehmen wird.


Weitere Informationen finden Sie unter www.kinderbetreuung.zh.ch.

(Medienmitteilung der Direktion der Justiz und des Innern)

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