Swiss Re

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Preisträgerin des Prix Balance ZH d’honneur 2014

 

Laudatio von Martina Monti, stellvertretende Chefredaktorin bei Annabelle:

Laudatorin für den Prix Balance d’honneur 2014 des Kantons Zürich sein zu dürfen, hat eine fatale Nebenwirkung. Als stellvertretende Chefredaktorin der annabelle fürchte ich um eines unserer klassischen Themen: die Forderung nach der Vereinbarkeit von Beruf und Leben, von Kind und Karriere – für Frauen und Männer. Was es braucht, der grössten Schweizer Frauenzeitschrift ein wenig das Fürchten zu lehren, zeigen meine beiden Preisträger auf exemplarische Weise.

Der erste ist – wenn ich das so salopp sagen darf – eine alte Bekannte: die Swiss Re. Wann immer wir redaktionsintern das Thema der lebensfreundlichen Karriere diskutiert und nach Protagonisten für einen Artikel oder unseren business talk gesucht haben – der Name der Swiss Re war unter den erstgenannten. Dazu muss man wissen, dass es noch nie ein Problem war, Unternehmen zu finden, die sich die Frauenförderung, flexible, familienfreundliche Arbeitsmodelle und eine auf Vertrauen basierende Unternehmenskultur auf die Fahne geschrieben haben. Allzu oft jedoch hielt der imagefördernde Claim einer tiefer gehenden Recherche nicht stand: auf ein wunderbar formuliertes Leitbild folgte keine langfristig angelegte Strategie, Massnahmen hatten häufig den Beigeschmack einer Alibiübung, für welche die Verantwortung „irgendwo im HR“ angesiedelt war. Viele schöne Worte. Keine nachhaltigen Taten. Ein Befund, der auch heute noch erschreckend häufig ist.

Vor diesem Erfahrungshintergrund betrachtet kommt das langjährige und kontinuierliche Engagement der Swiss Re einer Offenbarung gleich. Liest sich das umfassende, vielfältige Angebot an unterschiedlichen Arbeitsmodellen und Dienstleistungen für die Mitarbeitenden wie eine Checkliste. Eine Checkliste, anhand derer ein Arbeitgeber zu erkennen ist, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht in sein Raster zwingt, sondern in ihren individuellen Lebensentwürfen, Bedürfnissen und Fähigkeiten wahr- und ernst nimmt.

Dazu drei Beispiele.

Stichwort Kinderbetreuung. Sehen sich noch viel zu viele Frauen vor die Entscheidung „Kind oder Karriere“ gestellt, ermöglicht die Swiss Re ihren Mitarbeitenden mit u.a. eigener KITA, subventionierten KITA-Plätzen, Hausaufgabendienst und Betreuungsangeboten während der Ferien ein „Sowohl als auch“. Der Mutterschaftsurlaub geht mit zwei Wochen über die gesetzlich vorgeschriebenen dreieinhalb Monate hinaus, Väter erhalten zwei Wochen Vaterschaftsurlaub, und eine unbezahlte Elternzeit ist nach Absprache bis zu 24 Monate möglich. Apropos Väter, respektive Männer: die sind im Hinblick auf alle Angebote zur Vereinbarkeit von privatem und beruflichem Leben mitgemeint. Eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass Männer die engagierten Väter sein können, die sie heute sein wollen. Und damit auch für die Förderung der Karriere von Frauen mit Familie.

Stichwort Volunteering. Das gemeinnützige Engagement ist einer wachsenden Zahl von Arbeitnehmenden ein Bedürfnis. Swiss Re unterstützt die Möglichkeit eines solchen Engagements sowohl mit einem Corporate Volunteering Programm als auch mit der Förderung individueller Freiwilligenarbeit. Die Erfahrung einer sinnstiftenden Tätigkeit ausserhalb des beruflichen Rahmens ist in ihrer motivationalen Qualität für den Einzelnen kaum zu unterschätzen. Indem Swiss Re diese Erfahrung ermöglicht und aktiv fördert, leistet sie darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Stichwort flexible Arbeitszeitmodelle. Die globale Initiative mit dem vielsagenden, programmatischen Titel „Own The Way You Work“ lässt mit ihrem reichhaltigen Angebot praktisch keine Wünsche offen. Das Portfolio reicht von Gleitzeit, diversen Teilzeitarbeitszeit-Modellen, Job-Sharing, Jahresarbeitszeit, Saisonarbeit, Compressed Work Week über Home Office, Teleworking bis hin zu Sabbaticals und unbezahltem Urlaub – und bietet damit Flexibilität at its best. Und damit diese Modelle nicht nur in der Theorie überzeugen, sondern auch in der Praxis zu dem gewünschten win-win-Effekt führen, stellt Swiss Re alle erforderlichen technischen Tools zur Verfügung.

Vor allem die Stichworte flexible Arbeitszeitmodelle und Kinderbetreuung gehören zu den Kriterien jeder Podiumsdiskussion zum Thema des so genannten „War of Talents“, und welche Unternehmen ihn gewinnen werden. Es steht für mich ausser Frage, dass die Swiss Re in diesem Wettbewerb mit ihrem glaubwürdigen, weil konkreten und zukunftsweisenden Engagement eine Pole Position innehat.

Und zu dieser Pole Position muss, darf und kann man nur gratulieren.

Monika Waber und Conny Scharfe von der Swiss Re.
Monika Waber und Conny Scharfe von der Swiss Re.

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