Zürcher Kantonalbank

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Preisträgerin des Prix Balance ZH 2014

 

Laudatio von Hans Strittmatter, Geschäftsleiter Verband Zürcher Handelsfirmen:

Wenn am Morgen ein Kundenbesuch in Dietikon ansteht, gefolgt von Einkaufen und Kochen, mit anschliessendem Finalisieren eines Berichts, um dann rechtzeitig an einer Veranstaltung einzutreffen, wonach die liebe Schwiegermutter zum Arzt gefahren und zum Schluss die abendliche Elternratssitzung besucht werden soll, wird die Messlatte hoch gesetzt. Kommt hinzu, dass dies mit Sicherheit nicht das ganze Programm ist, sondern Vieles, v.a. Unvorhergesehenes, zu ergänzen ist, dann landen wir bei der Einladungskarte zur Verleihung des heutigen Prix Balance, die den beschriebenen Arbeitstag aufzeichnet.

Um dies alles zu ermöglichen, braucht es nebst einem tragfähigen privaten Netz, der nötigen Konstitution und einer grosse Portion Glück auch einen Arbeitgeber, der mitmacht. Was kann Letzterer beitragen?

Der Arbeitgeber kann in erster Linie Verständnis für die private Situation haben und dieses Verständnis auch in die Tat umsetzen. Dies ist leicht gesagt, doch – und davon bin ich überzeugt – trifft es den Kern. Der Arbeitgeber kann eine Personalpolitik leben, die den verschiedenen Lebenssituationen und Bedürfnissen der Mitarbeitenden Rechnung trägt. Er kann Arbeitsbedingungen anbieten, die es ermöglichen, die verschiedenen Interessen in Einklang zu bringen.

In unserem Fall bedeutet das z.B. Flexibilität bei Arbeitszeit, Arbeitsort und Arbeitsmodus. Umgesetzt heisst dies konkret, dass es bei der Preisträgerin z.B. möglich ist, von zu Hause aus zu arbeiten, dass es ein Anrufverbot während der Ferienzeit gibt, dass Teilzeitarbeit auch bei Führungspersonen möglich ist oder, und das ist angesichts unserer demografischen Verhältnisse absolut wegweisend, dass Altersteilzeit und flexible Pensionierungen institutionalisiert sind. Die Preisträgerin ist darüber hinaus in der glücklichen Lage, einen Mutterschaftsurlaub zu offerieren, der über das gesetzliche Minimum hinausgeht, und – politisch nicht ganz unbedeutend – eine sog. bezahlte Vaterschaftszeit von 10 Tagen.

Überhaupt geniessen Familien bei unserem Unternehmen einen besonderen Stellenwert. Als Stichworte können familienergänzende Kinderbetreuung, Unterstützung bei der Begleitung älterer Familienangehöriger, Kinderkrippe oder sogar Ferienerlebniswochen genannt werden. Auch dem Umstand, dass Mitarbeitende unabhängig einer Familie an Teilzeitarbeit interessiert sein können, wird in unserem Unternehmen Rechnung getragen.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist selbstverständlich. Dass Chancengleichheit ernst genommen wird, zeigt auch der Umstand, dass ein Drittel der Kaderstellen von Frauen besetzt sind. Gleichzeitig wird aber auch erkannt, dass hier und insbesondere beim Direktionskader noch Potential besteht.

Unsere Preisträgerin agiert in einem rauhen Umfeld, das nicht spurlos an den Mitarbeitenden vorbeigeht. Nicht zuletzt die geschilderten Möglichkeiten und Angebote dürften wesentlich dazu beitragen, dass sich die Mehrheit der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen identifiziert und es als Arbeitgeberin weiterempfiehlt.

Lassen Sie sich nochmals das eingangs geschilderte Tagesprogramm zu Gemüte führen. Das aufgezeigte Paket von Massnahmen, Hilfestellungen und Vorkehren unserer Preisträgerin machen den geschilderten Family-Business-Marathon doch erheblich einfacher. Schön, dass sich unser Unternehmen das alles leisten kann – und auch will. Wir dürfen nicht vergessen, dass dies vielen KMU gar nicht möglich wäre.

Und weil der ganze Strauss nicht nur in Hochglanz präsentiert, sondern Diversity auch gelebt wird, ist der Augenblick da, den Vorhang zu heben: Wir sprechen von der Zürcher Kantonalbank. Herzliche Gratulation!

Ann-Kathrin Greutmann und Marco Beutler von der ZKB.
Ann-Kathrin Greutmann und Marco Beutler von der ZKB.

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